Teile unsere Idee auf:

2019 hat die Bundesregierung den Familienbonus Plus eingeführt. Der Bezug des Familienbonus Plus in voller Höhe braucht es bei einer Familie mit einem Kind ein Bruttoeinkommen von mindestens 1700 Euro, bei zwei Kindern schon 2300 Euro.

Diese Maßnahme begünstigt Personen mit höheren Einkommen mit bis zu 1500 Euro (neu 1750€) pro Kind und Jahr, während GeringverdienerInnen lediglich 250 Euro (neu 350€) jährlich erhalten. Das finden wir nicht nur unsozial, sondern auch in höchstem Maße unsolidarisch.

Unser Ziel ist eine zivilgesellschaftliche Initiative, die eine Umverteilung der vorhandenen Steuergelder anstrebt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, aktiv zu werden, wenn staatliche Umverteilung versagt. Daher unser Aufruf: Umverteilen wir jetzt selbst!

Umverteilen wir selbst von jenen, die auch ohne Familienbonus Plus ein gutes Auslangen finden, zu jenen, die das Geld aufgrund geringen Einkommens dringend benötigen!

Diese Plattform bietet die Möglichkeit, den Familienbonus Plus zur Umverteilung zur Verfügung zu stellen oder sich gegen dieses Modell der Familienförderung auszusprechen!
>> Zur Petition

Dazu können soziale Projekte ausgewählt werden, die mit dem Familienbonus Plus gefördert werden soll.
>> Zu den Projekten

Aktuelles zur Corona-Krise

Die aktuelle Corona-Pandemie hat auch die Anliegen der Familienbonus- Initiative nicht unberührt gelassen. Von Beginn an kristallisierte sich schnell heraus, wer die Trägerinnen, Systemerhalterinnen und Leidtragenden der Auswirkungen des Corona-Lockdowns sind. Frauen in allen Lebensbereichen, insbesondere Alleinerziehende und Migrantinnen. Die Infrastruktur des Sozial- und Gesundheitswesens sowie des Lebensmittelhandels, die schlagartig von der Öffentlichkeit als „systemrelevant“ wahrgenommen wurde, wird zu einem Großteil von Frauen aufrecht erhalten. 74 Prozent aller Beschäftigten des Gesundheitswesens, sowie 77 Prozent des Lebensmittelhandels sind Frauen. Jene Berufe, die zumindest Frauen zu einem Teil in die öffentliche Wahrnehmung rückten. Frauen, die neben ihren Home-office Aufgaben im Multitasking-Modus auch zeitgleich die Kinderbetreuung und das Homeschooling übernahmen, wurden im medienwirksamen Applaus außen vor gelassen. Alleinerziehende, die aufgrund der Corona-bedingten Arbeitslosigkeit ihrer Ex-Partner*innen weniger oder gar keinen Kindesunterhalt mehr erhielten, wurden im vielzitierten Familienhärteausgleichsfonds nicht beachtet. Analog zur Verteilungslogik des Familienbonus, verschärft die Corona-Krise die Benachteiligung jener, die es am nötigsten hätten: Arbeitssuchende, Mindestsicherungsbezieherinnen und Alleinerziehende.

Unsere Unterstützer*innen:

Astrid Roth

Unternehmensberaterin
Familienleistungen müssen vorrangig einkommensschwachen Familien zugutekommen und generell die Stellung der Frau in der Gesellschaft stärken. Daher unterstütze ich diese Initiative.

Raphael Deindl

“Meiner Ansicht nach reproduziert der Familienbonus Plus soziale Ungleichheit, da nicht alle Familien gleichermaßen davon profitieren können. Aus diesem Grund unterstütze ich die Initiative FamilienbonusFAIR – UmverteilenJETZT.”

Verena Mayrhofer-Iljic

Leiterin einer Sozialeinrichtung
Umverteilung von Ressourcen muss den Menschen im Land zugute kommen, die diese am meisten brauchen und nicht denen, die bereits ein gutes Auskommen finden. Der Reichtum einer Gesellschaft zeigt sich in ihrer Fähigkeit zu Solidarität und der Bereitschaft zu Teilen und Teilhabe zu ermöglichen.

Max Hersey

Sozialpädagoge
„Ich arbeite mit Menschen die sich in sehr prekären Situationen befinden und sich auf unsere Unterstützung verlassen. Mit dem Familienbonus-Plus wird Ungleichheit nicht bekämpft, sondern angekurbelt. Das ist grob fahrlässig.“

Ina Manfredini

Psychotherapeutin
„Kinder die in Armut aufwachsen, haben ungleichere Chancen im Leben. Jene mit einem gerechter verteilten Familienbonus zu stärken kann ihre Entwicklung positiv beeinflussen.“

Michael Botka

Softwareentwickler
„Ich unterstütze die Initiative FamilienbonusFAIR, weil finanziell schlechter Gestellte, höhere Unterstützungen bekommen sollen als gut Situierte.“

Angelika Neuner

Stadtteilarbeiterin
„Wir brauchen keine personenbezogenen Zuckerl, mit denen sich manche Familien einen noch schöneren Urlaub leisten können. Wir brauchen Geld, das in öffentliche Strukturen, in Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen, gesteckt wird. Und das gezielt dort, wo es am nötigsten ist – jedenfalls unabhängig davon, ob die Eltern der Kinder Steuern zahlen können oder nicht!“

Barbara Samstag

Dipl.Sozpäd.in
„Der “Familienbonus” wird als Familienleistung verkauft. Es handelt sich dabei in Wahrheit um einen Abzugsposten für Gutverdienende. Die Initiative FamilienbonusFAIR trägt zu einer gerechten Umverteilung bei.“